CopeCart berechnet keine monatliche Grundgebühr, dafür 4,9 % + 1 € pro Transaktion – bei regelmäßigen Verkäufen summiert sich das auf mehrere Hundert Euro im Monat. Dieser Artikel schlüsselt alle CopeCart-Gebühren auf, rechnet drei Szenarien durch und zeigt, ab wann eine Alternative wie Rabbit Checkout günstiger wird.

Was kostet CopeCart wirklich?

CopeCart wirbt damit, dass die Nutzung kostenlos startet – und das stimmt so weit: Keine monatliche Grundgebühr, kein Jahresabo. Doch sobald dein erstes Produkt den Besitzer wechselt, greift das Gebührenmodell. 4,9 % + 1 € pro Transaktion – das klingt auf den ersten Blick weniger dramatisch als die 7,9 % + 1 € bei Digistore24, hat aber in der Praxis seinen eigenen Haken.

Dazu kommen das Reseller-Konstrukt (CopeCart ist rechtlich der Verkäufer, nicht du), ein Fast-Payout-Aufschlag für schnellere Auszahlungen und ein risikobasiertes Tier-System, das die Gebühr bei Rückbuchungen weiter erhöht. Einen direkten Vergleich aller Unterschiede gibt es auf unserer CopeCart-Alternative-Seite. Hier geht es zuerst um die nackten Zahlen.

Diese Analyse gehört zu unserer Kostenserie für Checkout-Plattformen: Digistore24 Kosten, Ablefy Kosten und ThriveCart Kosten haben wir in separaten Artikeln durchgerechnet.

Die CopeCart Preisstruktur im Überblick

CopeCart hat kein klassisches Plan-System mit monatlichen Abo-Stufen. Stattdessen gibt es genau eine Gebührenstruktur, die für alle Verkäufer gilt – mit Aufschlägen, die je nach Situation hinzukommen können.

GebührenartBetragWann fällt sie an?
Standard-Transaktionsgebühr4,9 % + 1 €Bei jedem Verkauf
Fast-Payout-Aufschlag+ 0,5 % (= 5,4 % + 1 €)Nur bei aktiviertem Fast Payout
Tier-AufschlagVariabel (risikobasiert)Bei erhöhtem Rückbuchungs­risiko
Monatliche Grundgebühr0 €Entfällt

Stand: Mai 2026 – Gebühren können sich ändern, aktuell prüfen auf copecart.com.

CopeCart Transaktionsgebühren: Was du pro Verkauf zahlst

Die Basiskalkulation ist einfach: 4,9 % des Bruttokaufpreises plus 1 € Festbetrag. Die Gebühr gilt pro Transaktion – also pro Bestellung, unabhängig davon, wie viele Produkte darin enthalten sind. Die Zahlungsanbieter-Gebühren für Kreditkarte, PayPal oder SEPA sind bereits in dieser Prozentgebühr enthalten, anders als bei Plattformen, die den Zahlungsanbieter separat anbinden.

Fast Payout: 0,5 % Aufschlag für tägliche Auszahlung

Standardmäßig zahlt CopeCart viermal im Monat aus: am 7., 14., 21. und 28. Wer sein Geld früher braucht, kann Fast Payout aktivieren. Der Preis dafür: 0,5 % extra auf jede Transaktion, also effektiv 5,4 % + 1 €. Bei einem 197-€-Kurs sind das zusätzlich knapp 1 € pro Verkauf – auf das Jahr gerechnet bei 50 Verkäufen/Monat rund 600 € extra.

Das Tier-System: Wenn Rückbuchungen die Gebühr erhöhen

CopeCart berechnet monatlich einen Risiko-Score für jeden Account. Dieser Score ergibt sich aus drei Faktoren: der Rückbuchungsrate (Chargebacks), der Zahl der Rechtsfälle und der Erstattungsrate. Je höher der Score, desto höher der Tier-Aufschlag auf die Standardgebühr.

Für neue Seller mit sauberem Produkt spielt das kaum eine Rolle – der Score fällt niedrig aus. Wer aber in einer Nische mit vielen Rückbuchungen unterwegs ist oder einen schlechten Monat hatte, kann in ein teureres Tier rutschen. Die genauen Aufschlagsbeträge sind nicht öffentlich einsehbar; CopeCart kommuniziert sie per E-Mail, wenn sich der Score ändert.

Versteckte Kosten, die CopeCart-Nutzer übersehen

Das Reseller-Modell: CopeCart stellt die Rechnung, nicht du

CopeCart operiert als echtes Reseller-Modell: Die Plattform kauft dein Produkt rechtlich von dir und verkauft es in eigenem Namen an deinen Kunden weiter. Das hat konkrete Konsequenzen:

Für B2B-Kunden ist das besonders relevant: Sie erwarten eine Rechnung von deinem Unternehmen, nicht von einer Drittplattform. Das kann Vertrauen kosten und bei betrieblichen Einkaufsabteilungen zu Problemen führen. Wer dagegen automatische Rechnungen unter dem eigenen Firmennamen ausstellen will, braucht eine andere Lösung.

Keine eRechnung und keine X-Rechnung

Seit dem 1. Januar 2025 müssen deutsche Unternehmen im B2B-Bereich eRechnungen empfangen können. Ab 2027 kommt für viele die Pflicht, sie auch zu versenden. CopeCart bietet weder X-Rechnung (XML) noch ZUGFeRD-konforme Dokumente an. Da die Rechnung ohnehin von CopeCart ausgestellt wird, trifft das vor allem Seller, die B2B-Kunden bedienen und erklären müssen, warum die Rechnung nicht vom Vertragspartner kommt.

Rabbit Checkout generiert X-Rechnung und ZUGFeRD-kompatible Rechnungen auf beiden Plänen inklusive – kein Aufpreis, kein Plugin.

Auszahlungsverzögerung und Liquidität

Die viermaligen Auszahlungen pro Monat sind besser als ein monatlicher Rhythmus – aber schlechter als eine direkte Stripe-Auszahlung, die täglich möglich ist. Wer Werbeausgaben für einen Produktlaunch trägt, zahlt die Ads sofort, wartet aber bis zu acht Tage auf die Einnahmen. Bei mehrstelligen Werbebudgets ist das ein echter Liquiditätsfaktor.

Rechenbeispiele: So viel zahlst du bei CopeCart

Drei typische Szenarien mit der Standard-Gebühr von 4,9 % + 1 €:

Beispiel 1: E-Book für 29 €

Du verkaufst ein E-Book für 29 €.

Beispiel 2: Online-Kurs für 197 €

Du verkaufst einen Online-Kurs für 197 €.

Beispiel 3: Coaching-Paket für 997 €

Du verkaufst ein High-Ticket-Coaching für 997 €.

Bei 20 Coaching-Verkäufen pro Monat zahlst du fast 12.000 € im Jahr allein an CopeCart-Gebühren. Das entspricht dem Einstiegsgehalt einer Teilzeitkraft – nur für die Checkout-Abwicklung.

CopeCart vs. Rabbit Checkout: Kostenvergleich

Wie sieht das im direkten Gegenüber aus? Rabbit Checkout berechnet 0 % Plattformgebühr. Du zahlst einmalig für die Lizenz (Starter: 269 €, Pro: 369 €) und danach nur noch die reinen Zahlungsanbieter-Gebühren – z. B. Stripe: 1,5 % + 0,25 € für europäische Karten. Kein Reseller-Modell, keine Tier-Aufschläge, kein Gutschrift-Konstrukt.

KriteriumCopeCartRabbit Checkout
Monatliche Kosten0 €0 € (Einmalkauf)
Plattformgebühr4,9 % + 1 €0 %
Fast-Payout-Option+ 0,5 % AufschlagTägliche Auszahlung über Stripe
Tier-AufschlägeJa (risikobasiert)Nein
ZahlungsmethodenIn Gebühr enthaltenStripe, PayPal, Klarna, SEPA & mehr
Verkäufer auf RechnungCopeCart (Reseller)Du (kein Reseller-Modell)
Automatische RechnungenGutschrift an den VendorRechnung im eigenen Firmennamen
eRechnung / X-RechnungNeinJa (auf beiden Plänen)
sevDesk / Lexware-IntegrationNeinJa (Pro-Plan)
KursplattformNeinJa (Pro-Plan)
Checkout einbettbarJaJa (per <div>-Tag)

Stand: Mai 2026 – Gebühren können sich ändern. Rabbit-Checkout-Preise auf rabbit-checkout.de/#pricing.

Ab wann lohnt sich ein Wechsel von CopeCart?

Rechnen wir es konkret durch. Angenommen, du verkaufst einen Online-Kurs für 197 €. Pro Verkauf sparst du mit Rabbit Checkout (Stripe-Gebühr: 3,21 €) gegenüber CopeCart (10,65 €) genau 7,44 €.

Verkäufe/MonatCopeCart GebührenRabbit Checkout Gebühren*Deine Ersparnis
10106,50 €32,10 €74,40 €
25266,25 €80,25 €186,00 €
50532,50 €160,50 €372,00 €
1001.065,00 €321,00 €744,00 €

* Nur Stripe-Gebühren (1,5 % + 0,25 €). Rabbit Checkout selbst berechnet 0 % Plattformgebühr.

Die Rabbit-Checkout-Pro-Lizenz (369 €) rechnet sich, sobald du 50 Verkäufe gemacht hast (369 € / 7,44 € Einsparung = 49,6 Verkäufe). Bei 25 Verkäufen pro Monat ist das nach knapp 2 Monaten erreicht. Danach ist jeder Verkauf 7,44 € günstiger als bei CopeCart – auf Dauer.

Ein Wechsel lohnt sich dann nicht, wenn du erst ein Produkt testest und noch keine gesicherten Umsätze hast. Für erste Testablauf ohne Vorabinvestition kann CopeCart sinnvoll sein.

Für wen CopeCart trotzdem passen kann

Fairerweise: CopeCart hat auch echte Stärken. Die Plattform passt, wenn:

Sobald du aber regelmäßig verkaufst, professionelle Rechnungen unter deinem Firmennamen brauchst oder dein Business in den B2B-Bereich ausdehnst, wird das Reseller-Modell mit seinen Gebühren zum echten Kostenfaktor. Dann ist ein Wechsel der wirtschaftlich sinnvollere Schritt.

So wechselst du von CopeCart zu Rabbit Checkout

Der Umstieg geht schneller, als die meisten erwarten. Vier Schritte reichen:

  1. Produkt anlegen: Erstelle dein Produkt in Rabbit Checkout – Name, Preis, Beschreibung, Bild. Optional fügst du Bump Offers hinzu, um den Warenkorbwert zu steigern.
  2. Zahlungsanbieter verbinden: Verbinde Stripe und/oder PayPal – dauert etwa 5 Minuten. Deine Kunden können dann per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Klarna, Apple Pay oder Google Pay zahlen.
  3. Checkout einrichten und gestalten: Passe den Checkout mit deinem Branding, Logo und Testimonials an. Optional einbettbar per <div>-Tag direkt in deine bestehende Website.
  4. Link austauschen: Ersetze deinen CopeCart-Link auf der Website, in E-Mail-Sequenzen und Social-Media-Profilen. Ab sofort bekommst du Geld direkt über Stripe oder PayPal – und deine Kunden erhalten Rechnungen unter deinem Firmennamen.

Einen vollständigen Vergleich aller Features und Unterschiede findest du auf unserer CopeCart-Alternative-Seite.

Häufig gestellte Fragen

CopeCart hat keine monatliche Grundgebühr. Du zahlst 4,9 % + 1 € pro Transaktion. Bei 50 Verkäufen eines 197-€-Produkts sind das über 530 € im Monat allein an Plattformgebühren.
Die Standardgebühr beträgt 4,9 % des Transaktionswerts plus 1 € Festbetrag pro Verkauf. Mit Fast Payout kommt ein Aufschlag von 0,5 % hinzu (5,4 % + 1 €). Bei hohem Rückbuchungsrisiko kann ein Tier-Aufschlag obendrauf kommen.
Die Registrierung ist kostenlos, aber CopeCart verdient 4,9 % + 1 € an jedem deiner Verkäufe mit. Es gibt keine Version ohne Transaktionsgebühren.
Rabbit Checkout berechnet 0 % Plattformgebühr. Du zahlst einmalig für die Software (ab 269 €) und behältst danach den vollen Umsatz – abzüglich der reinen Stripe-/PayPal-Gebühren.
CopeCart bietet keine X-Rechnung oder ZUGFeRD-Unterstützung. Rabbit Checkout generiert X-Rechnung (XML) und ZUGFeRD-kompatible Rechnungen auf beiden Plänen inklusive, ohne Aufpreis.
CopeCart ist der rechtliche Verkäufer deiner Produkte – ein echtes Reseller-Modell. Die Rechnung an deinen Kunden kommt von CopeCart, nicht von dir. Das hat Auswirkungen auf Rechnungsstellung, Steuern und deine Markenwahrnehmung.
Lege dein Produkt in der neuen Plattform an, richte Stripe oder PayPal ein, gestalte deine Checkout-Seite und tausche den Link aus. Bei Rabbit Checkout bist du in der Regel in weniger als einer Stunde live.

Fazit: CopeCart Kosten sind höher, als sie aussehen

CopeCart hat keine monatliche Grundgebühr – das ist ein echter Vorteil für Einsteiger. Aber 4,9 % + 1 € pro Transaktion summieren sich bei regelmäßigen Verkäufen schnell auf mehrere Hundert Euro im Monat. Dazu kommen das Reseller-Modell mit seinen buchhalterischen Besonderheiten, der Fast-Payout-Aufschlag und das Tier-System für risikoreichere Konten.

Wer die volle Kontrolle über Checkout, Rechnungen und Kundendaten will – und dabei deutlich weniger zahlt – sollte sich Rabbit Checkout als CopeCart-Alternative ansehen. Einmalig zahlen, für immer nutzen, 0 % Plattformgebühr.

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