Test, Live und Deaktiviert
Wofür die drei Status stehen, was sie technisch bewirken und warum ein Testkauf trotzdem echte Spuren hinterlässt.
Jeder Checkout-Flow hat genau einen Status. Er entscheidet, ob die Checkout-Seite erreichbar ist und mit welchem Zahlungsanbieter bezahlt wird.
| Status | Seite erreichbar? | Bezahlt wird mit |
|---|---|---|
| Test (Standard) | ja | nur dem Test-Zahlungsanbieter |
| Live | ja | den zugeordneten echten Anbietern |
| Deaktiviert | nein, „Seite nicht gefunden“ | — |
Neue Flows starten immer auf Test. Das ist Absicht: Es soll unmöglich sein, versehentlich einen halbfertigen Checkout mit echter Zahlung online zu haben.
Was Test technisch bedeutet
Steht ein Flow auf Test, ignoriert die Checkout-Seite die Anbieter, die du dem Flow zugeordnet hast, und zeigt ausschließlich den Test-Zahlungsanbieter. Der wird bei der Shop-Erstellung automatisch angelegt, liegt auf den Stripe-Testzugangsdaten von Rabbit Checkout und lässt sich nicht bearbeiten oder löschen — du siehst ihn deshalb auch nicht in deiner Anbieterliste.
Das hat zwei Konsequenzen, die manchmal überraschen:
Ein Test-Flow nimmt kein echtes Geld an. Auch nicht von einem echten Kunden mit einer echten Karte. Wenn du einen Link verschickst und der Flow steht noch auf Test, verkaufst du nichts.
Umgekehrt kannst du auf einem Test-Flow nicht prüfen, ob deine eigene Stripe- oder PayPal-Anbindung sauber sitzt. Der Test geht am eigenen Konto vorbei. Dafür ist der Blick unter Zahlungsanbieter zuständig, wo verbundene Anbieter aufgelistet sind.
Warum ein Testkauf echte Spuren hinterlässt
Ein Testkauf durchläuft denselben Bestellprozess wie ein echter — nur die Zahlung ist ausgetauscht. Das ist eine bewusste Entscheidung: Ein Test, der an einem eigenen Sonderpfad vorbeiläuft, würde genau die Fehler nicht finden, die du finden willst (falsche Steuerberechnung, kaputte Vorlage, fehlender Kurszugang).
Der Preis dafür ist, dass eine Testbestellung eine Bestellnummer und eine Rechnungsnummer verbraucht und echte E-Mails verschickt. Beide Zähler kannst du im Nachhinein nicht senken, und Bestellungen lassen sich nicht löschen.
Rabbit Checkout markiert stattdessen: Die Bestellung trägt intern das Merkmal „Testbestellung“, die Rechnung bekommt einen gelben Hinweis, und die Zahlen im Dashboard rechnen Testbestellungen heraus.
Was übersprungen wird und was nicht
Vollständig verlässlich ausgelassen bei einer Testbestellung:
- Affiliate-Provisionen
- Meldung an Meta/Facebook (Conversions API)
- Umsatz, Bestellzahlen und Diagramm im Dashboard
- Übergabe an sevDesk oder Lexware — hier gibt es allerdings in der Buchhaltungs-Integration den Schalter „Testrechnungen synchronisieren“. Ist der aktiv, gehen Testrechnungen mit.
Läuft bei einer Testbestellung ganz normal:
- Rechnungsnummer und Bestellnummer
- Rechnungsmail an den Käufer, Verkaufsbenachrichtigung an dich
- Freischaltung von Produkten und Kursen, inklusive Login-Mail
- Lagerbestand und Coupon-Nutzung
- Webhooks und Zapier
- eRechnung/X-Rechnung, falls für deinen Shop aktiviert
isTest steht im Datensatz — filtere darauf, wenn dein Automatisierungsablauf Testbestellungen ignorieren soll.Sandbox-Anbieter: der andere Testweg
Neben dem Status TEST kannst du bei einem eigenen Stripe- oder PayPal-Anbieter den Schalter Sandbox setzen. Bestellungen darüber gelten ebenfalls als Testbestellungen — mit einem Unterschied: Affiliate-Provisionen werden dabei gutgeschrieben, weil die Ausnahme dafür am Test-Zahlungsanbieter hängt und nicht am Testbestellungs-Merkmal.
Für den normalen „läuft mein Checkout?“-Test ist der Status TEST der einfachere Weg. Sandbox-Anbieter brauchst du, wenn du speziell die PayPal-Strecke oder das Verhalten deines eigenen Kontos prüfen willst.
Deaktiviert
Deaktiviert nimmt die Checkout-Seite offline: Die Adresse liefert eine „Seite nicht gefunden“-Meldung. Gedacht für beendete Aktionen und zurückgezogene Angebote.
Für „ich arbeite noch daran“ nimm Test — dann kannst du die Seite selbst weiter aufrufen und prüfen.
Frage nicht beantwortet? Schreib uns — deutscher Support, echte Menschen.