SEPA-Lastschrift
Lastschrift im Checkout anbieten, ein Mandat speichern und einen bestehenden Kunden direkt belasten, ohne ihm einen Zahlungslink zu schicken. Dazu der Schalter, ob der Checkout Zahlungsarten überhaupt speichert.
SEPA-Lastschrift läuft über Stripe. Rabbit Checkout hat keinen eigenen Lastschrifteinzug und keine eigene Gläubiger-Identifikationsnummer: Das Mandat liegt bei Stripe, das Geld geht auf dein Stripe-Konto.
Voraussetzung: Lastschrift in Stripe aktivieren#
Welche Zahlungsarten im Checkout erscheinen, entscheidet dein Stripe-Konto, nicht Rabbit Checkout. Aktiviere dort unter Einstellungen → Zahlungsmethoden die SEPA-Lastschrift. Ab dann taucht sie im Checkout auf, sofern Währung und Land des Käufers dazu passen.
Wenn du Lastschrift im Checkout vermisst, ist das fast immer die Ursache → Stripe und PayPal verbinden.
Der Normalfall: Kunde zahlt per Lastschrift#
Der Kunde wählt im Checkout Lastschrift, gibt seine IBAN ein und erteilt dabei das SEPA-Mandat. Für dich ändert sich am Ablauf nichts, mit einer Ausnahme:
Willst du trotzdem sofort freischalten, gibt es unter Einstellungen → Bestellungen den Schalter Produktzugang bei ausstehender Zahlung gewähren. Bei Lastschrift ist das eine bewusste Risikoentscheidung: Der Einzug kann noch zurückgehen, der Zugang ist dann schon erteilt.
Zahlungsdaten speichern: der Schalter#
Ob ein Einmalkauf im Checkout die Zahlungsart des Käufers für später speichert, entscheidest du unter Zahlungsanbieter, auf der Karte unter Stripe und PayPal: Zahlungsdaten für spätere Zahlungen speichern.
| Schalter | Was passiert |
|---|---|
| an (Voreinstellung) | Der Käufer stimmt beim Bezahlen zu, dass du dieselbe Zahlungsart später erneut belasten darfst. Stripe blendet dafür unter den Kartenfeldern einen eigenen Einwilligungssatz ein und speichert die Karte; eine Lastschrift wird zu einem Mandat für weitere Einzüge. |
| aus | Es wird nichts gespeichert, und der Einwilligungssatz verschwindet. |
Abos, Ratenzahlungen und Termin-Zahlungslinks betrifft der Schalter nicht. Dort ist die spätere Zahlung genau das, wofür sich der Käufer anmeldet, und die Zahlungsart wird immer gespeichert.
Ist der Schalter aus, merkt sich Rabbit Checkout bei einem Einmalkauf keine Zahlungsart, auch nicht bei PayPal. Angebote nach dem Kauf entfallen dann also für alle Käufer. Für eine spätere manuelle Bestellung hinterlegt der Kunde ein Mandat im Kundenbereich, oder du legst es im Bestelldialog an (siehe unten).
Einen bestehenden Kunden direkt belasten#
Das ist der Fall, für den die meisten hierherkommen: Der Kunde hat schon einmal gekauft, ihr habt etwas Neues vereinbart, und du willst den Betrag einziehen, ohne einen Zahlungslink zu schicken.
Das geht über eine manuelle Bestellung:
- Shop → Bestellungen → Bestellung anlegen.
- Den Kunden auswählen.
- Positionen hinzufügen (Produkt und Preisoption).
- Rechnungsadresse prüfen. Das Land wird für die Steuerberechnung gebraucht.
- Als Zahlungsanbieter dein Stripe-Konto wählen.
- Unter Zahlungsmethode das gespeicherte SEPA-Mandat des Kunden auswählen. Vorhandene Lastschrift-Mandate stehen dort mit Länderkennung und den letzten vier Stellen der IBAN, etwa
SEPA DE •••• 3000. - Bestellung anlegen.
Damit wird die Lastschrift ausgelöst. Es entstehen Bestellung, Rechnung und Produktfreischaltung wie bei jedem anderen Kauf.
Auch hier gilt die Wartezeit: Die Bestellung steht zunächst auf PENDING.
Mandate, die der Kunde selbst hinterlegt#
Im Kundenbereich können Kunden ihre Zahlungsmethoden selbst verwalten und dort auch eine Lastschrift hinterlegen:
https://dein-shop.rabbit-checkout.de/customer-hub
Das ist der sauberste Weg, wenn du regelmäßig manuell abrechnest: Der Kunde erteilt das Mandat selbst, du wählst es später nur noch aus. Den Link findest du unter Einstellungen → Shop-URLs.
Abos per Lastschrift#
Bei einem Abo erteilt der Kunde das Mandat einmal beim Abschluss, danach werden die Folgezahlungen automatisch eingezogen. Du musst dafür nichts weiter tun → Abos verkaufen.
Für eine Ratenzahlung gilt dasselbe, nur über die eigene Zahlungsart: Das Mandat wird beim Kauf erteilt, die weiteren Raten zieht Rabbit Checkout automatisch ein → Ratenzahlung anbieten. Eine Reihe manueller Bestellungen ist dafür nicht der richtige Weg.
Was nicht geht#
- Kein Einzug ohne Mandat. Rabbit Checkout kann keinen Betrag von einem Kunden abbuchen, der nie eine Zahlungsmethode hinterlegt hat. Es gibt keinen Weg, nur mit einer IBAN aus deinen Unterlagen einzuziehen.
- Kein eigener Lastschrifteinzug an Stripe vorbei. Wenn du über deine eigene Bank einziehst, kannst du die Bestellung zwar manuell erfassen, aber ohne Zahlungsanbieter holt Rabbit Checkout kein Geld. Die Rechnung entsteht, der Zahlungseingang ist deine Sache.
- Keine Rücklastschrift-Verwaltung. Geht ein Einzug zurück, siehst du das in Stripe. Die Bestellung in Rabbit Checkout folgt dem Zahlungsstatus, ein eigenes Mahnwesen gibt es nicht.
Rückerstattung bei Lastschrift#
Eine Erstattung läuft über denselben Weg zurück wie die Zahlung, also aufs Konto des Kunden. Auslösen kannst du sie wie gewohnt aus der Bestellung heraus → Widerruf und Rückerstattung.
Häufige Fragen
Über eine manuelle Bestellung: Shop → Bestellungen → Bestellung anlegen. Kunde und Positionen wählen, als Zahlungsanbieter Stripe, dann unter Zahlungsmethode das gespeicherte SEPA-Mandat des Kunden auswählen. Beim Anlegen der Bestellung wird die Lastschrift ausgelöst, Rechnung und Produktzugang entstehen wie bei jedem anderen Kauf.
Ja, über Stripe. Im Checkout erscheint Lastschrift, sobald sie in deinem Stripe-Konto aktiviert ist. Gespeicherte SEPA-Mandate lassen sich außerdem für manuelle Bestellungen und für Abos verwenden.
Auf drei Wegen: der Kunde zahlt einmal per Lastschrift im Checkout, er hinterlegt die Zahlungsmethode selbst im Kundenbereich, oder du legst sie beim Anlegen einer manuellen Bestellung unter „Neue Zahlungsmethode hinzufügen“ an.
SEPA-Lastschriften werden nicht sofort bestätigt, sondern brauchen einige Bankarbeitstage. Bis zur Bestätigung bleibt die Bestellung auf PENDING und wechselt danach auf PAID.
Standardmäßig erst nach bestätigter Zahlung. Wenn du unter Einstellungen → Bestellungen „Produktzugang bei ausstehender Zahlung gewähren“ aktivierst, wird schon beim Anstoßen freigeschaltet. Bei Lastschrift ist das ein bewusstes Risiko, weil die Zahlung noch zurückgehen kann.
Ja. Unter Zahlungsanbieter steht der Schalter „Zahlungsdaten für spätere Zahlungen speichern“, bei neuen Shops an. Schaltest du ihn aus, speichert ein Einmalkauf keine Zahlungsart mehr, und Stripes Einwilligungssatz unter den Kartenfeldern verschwindet. Dann entfallen aber Upsells und Downsells nach dem Kauf vollständig. Abos, Ratenzahlungen und Termin-Zahlungslinks speichern die Zahlungsart weiterhin.
Ja. Der Kunde erteilt das Mandat einmal beim Abschluss, danach werden die Folgezahlungen automatisch eingezogen.
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